Aller Anfang ist… steinig?

Erinnern Sie sich noch an Ihre allererste Lehrveranstaltung?

Nicht die, die Sie als Studierende besucht haben, sondern die, bei der Sie sich auf der anderen, auf der aufregenderen Seite des Geschehens wiederfanden?

Die allererste Lehrveranstaltung! Die, für die Sie tagelang einen Foliensatz erstellt und anschließend optimiert und noch einmal optimiert haben? Die, bei der Sie dann vor lauter Nervosität das Laptop nicht mit dem Beamer verbinden konnten, weil der verflixte Stecker einfach nicht in die Buchse passen wollte? Die, bei der Sie am Ende so erleichtert waren, weil niemand eine Zwischenfrage gestellt hat, die Sie nicht beantworten können?

Ich bin mir sicher, Sie erinnern sich. Oh, und wie Sie sich erinnern!

Mittlerweile sind Sie Profi und nehmen diese Situationen mit links. Aus den Schwierigkeiten, die einst groß wie Felsen vor Ihnen lagen, sind Kieselsteinchen geworden.

Aller Anfang ist… einsam

Szenenwechsel. Ein Arbeitstreffen in München, April 2017. Ich rede mit Natascha Miljkovic aus Wien, und zwar zwei Tage am Stück. In einem Café im Westend, am nächsten Morgen in einem weiteren Café nahe des Englischen Gartens, mittags in einem kleinen Restaurant und nachmittags in einer Hotellobby beim Tee.

Kennengelernt haben wir uns virtuell, über unsere jeweiligen Blogs, die ja thematisch gut zusammenpassen. Natascha Miljkovic hat mir im Januar 2016 ein Interview gegeben, ich habe wenige Monate darauf mit meinem Manifest an ihrer Blogparade teilgenommen. Später kamen mehr oder minder regelmäßige Skype-Termine dazu, die dann zu dem besagten Live-Treffen in München geführt haben.

Unsere Gespräche kreisten (und kreisen) immer wieder um ein Thema: „Wie kann man den Studierenden das Erlernen des wissenschaftlichen Arbeitens erleichtern?“

Von diesem Punkt gelangen wir schnell zum nächsten: „Vieles liegt an den Lehrenden.“

Der nächste Gedankenschritt war schnell gemacht: „Schon der Einstieg in die Lehre ist schwierig. Am Anfang sind die meisten Lehrenden auf sich gestellt. Und neben der Lehre warten außerdem noch viele andere Aufgaben auf sie.“

Der Anfang ist ein Thema

Ab diesem Moment war uns beiden klar, dass wir uns dieses Themas annehmen wollten. Wir überlegten, welche Form einer Veröffentlichung wir anstreben sollten. Einen Fachartikel vielleicht? Im Laufe der Zeit entstand die Idee, eine Umfrage unter Lehrenden aufzusetzen, um neben unseren subjektiven Eindrücken auch die Erfahrungen weiterer Personen mit den unterschiedlichsten fachlichen und institutionellen Hintergründen einzubeziehen. Wir erstellten eine kurze Umfrage mit etwa 20 Fragen, die wir nach dem Pre-Test über per E-Mail, in einschlägigen Foren und Gruppen sowie natürlich über unsere Blogs bekanntmachten.

Die Ergebnisse der Umfrage bestätigten in weiten Teilen unsere Wahrnehmung: Der Anfang ist ein Thema. Der Einstieg in die Lehre sollte noch viel stärker behandelt werden, als das bisher geschieht. Vor allem die Fragen, bei denen freie Textantworten möglich waren, gaben uns tiefe Einblicke in das Denken und Fühlen der Lehrpersonen. Sie berichteten von ihrer aktuellen Situation, aber auch von ihrem oft steinigen Weg hin zu dem Tag, an dem sie sich wirklich erstmals als kompetente Lehrkraft wahrnehmen.

Der Anfang verdient ein Buch

All das führte Natascha Miljkovic und mich zu einer neuen Idee: „Daraus könnte doch ein Buch werden!“ Nur wie und wo sollten wir das veröffentlichen? Die Idee, das Buch im Self-Publishing herauszubringen, haben wir relativ schnell verworfen. Zu groß wäre an der Stelle für das Risiko gewesen, von den bei diesem Thema so wichtigen Bibliotheken nicht ausreichend wahrgenommen zu werden.

Das Exposé für die Verlagssuche war dank der Vorarbeiten zügig geschrieben. Nach einer intensiven Recherche wendeten wir uns an den ersten Verlag. Dieser reagierte prompt – zu unserer großen Freude auch noch positiv: Ja, das sei ein hervorragender Vorschlag, wir müssten unbedingt ins Gespräch kommen! Diese Freude löste sich allerdings in Luft auf, als wir den Vertragsentwurf sichteten. Die Verhandlungen zogen sich dementsprechend in die Länge, weil die Vorstellungen sehr weit auseinanderlagen. Letztlich waren die Konditionen für uns als Autorinnen einfach nicht stimmig, so dass wir beschlossen, erneut auf die Verlagssuche zu gehen.

Wir sichteten unsere Optionen und wendeten uns an einen zweiten Verlag. Auch hier erhielten wir sehr schnell eine positive Antwort. Aufgrund der Vorerfahrungen war die Freude darüber zunächst etwas verhaltener. Nachdem dann jedoch die Vertragsverhandlungen recht angenehm und vor allem zufriedenstellend verliefen, breitete sich das gute Gefühl aus, dass das Buch nun – endlich! – seine Verlagsheimat gefunden hatte.

Long story short: Wir freuen uns, mitteilen zu dürfen, dass das Buch im Oktober 2019 bei Haupt/UTB erscheinen wird!

Aller Anfang ist… ein Kieselstein?

Wir verbinden mit diesem Buch die Hoffnung, den Neu-Lehrenden hilfreiche Gedanken auf den Weg zu geben, damit sie aus den anfangs erwähnten Felsbrocken Kieselsteinchen machen können.

„Den Einstieg in die Hochschullehre erfolgreich zu meistern, ist nicht einfach: Wie gelingt es, den Anforderungen des Lehrstuhls/des Instituts gerecht zu werden? Wie gelingt es, die Studierenden abzuholen; die wesentlichen Inhalte in knapp bemessener Zeit zu lehren und gleichzeitig Begeisterung für das Studienfach zu wecken? Und wie soll es gelingen, neben diesem ganzen Anforderungskatalog die eigene Forschung und die eigene Karriere weiter voranzutreiben? Mit ihrem Ratgeber werden Andrea Klein und Natascha Miljkovic die offensichtlich dringend nötige Unterstützung leisten. Das praxisorientierte Konzept mit vielen Beispielen und Reflexionsfragen hat uns als Verlag sofort überzeugt.“ – Dr. Martin Lind, Lektor im Haupt Verlag

 

 

Falls Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, tragen Sie sich am besten in diese Liste ein:

Ja, ich möchte Informationen über die Neuerscheinung zum Einstieg in die Hochschullehre erhalten.

Wir versorgen Sie dann in unregelmäßigen Abständen mit Neuigkeiten. Sie können sich selbstverständlich jederzeit aus der Liste austragen.

 

 

Der zugehörige Artikel meiner Co-Autorin Dr. Natascha Miljkovic behandelt die Entwicklungschancen in der Hochschullehre. Schauen Sie doch einmal in Ihrem Blog vorbei.

 

 

Umfrage zum Einstieg in die Lehre: Bitte um Unterstützung

Werte Kollegin!
Werter Kollege!

Didaktik wird nicht umsonst als Kunst(!) und Wissenschaft vom Lehren und Lernen definiert: Lehre ist bereichernd, kreativ und herausfordernd zugleich! Die Erstlehre ist dabei sicherlich die schwierigste Phase für Lehrpersonen, da sie auf keine oder kaum eigene Erfahrungen zurückgreifen können, wenn sie vor der Aufgabe stehen eine neue Veranstaltung zu entwickeln.Für eine geplante Publikation suchen wir Hochschullehrende, die uns über ihren Einstieg in die Hochschullehre und die Betreuung von Studierenden Auskunft geben könnten. Wie lange der Einstieg zurückliegt oder welches Fachgebiet unterrichtet wird/wurde, ist dabei nicht relevant. Die Befragung wird in etwa 15 Minuten dauern:

https://www.soscisurvey.de/erstlehrende/

Von den Ergebnissen erhoffen wir uns neue Ansätze für eine Verbesserung der Einstiegsphase, damit zukünftige Lehrende diese Zeit mit all ihren Herausforderungen gut meistern können.

Bitte leiten Sie den Umfragelink an Ihre KollegInnen in der Lehre, DissertantInnen, Post-Docs, HabilitandInnen und Alumni weiter. Gerne können Sie den Link auch in Ihren Social-Media-Kanälen und Newslettern teilen.

Über Ihre Unterstützung würden wir uns sehr freuen!

Vielen Dank vorab

Andrea Klein und Natascha Miljkovic

Impressum / Kontakt

Dr. Andrea Klein
Anna-Bender-Straße 22
D-68535 Edingen-Neckarhausen
andrea.klein@wissenschaftliches-arbeiten-lehren.de
www.wissenschaftliches-arbeiten-lehren.de/

Dr. Natascha Miljkovic
Müllnergasse 12/13
A-1090 Wien
office@plagiatpruefung.at
www.plagiatpruefung.at/

 

5 Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie die erste Stunde „Wissenschaftliches Arbeiten“ halten

Bald geht es also los. Vielleicht haben Sie auch schon einen groben Plan für das Semester erarbeitet oder sogar schon die erste Einheit ganz konkret durchgeplant. (Falls nicht, habe ich einen Vorschlag für Sie)

Es lohnt sich zu diesem Zeitpunkt auf alle Fälle, noch einmal kurz innezuhalten und sich ein paar grundlegende Fragen zu stellen:

  1. Nach welchem Prozessmodell will ich die Schritte des Wissenschaftlichen Arbeitens besprechen?
  2. Welche Übungen will ich im Laufe des Semesters einsetzen?
  3. Kenne ich den aktuellen, für die Studierenden verbindlichen Leitfaden zum Wissenschaftlichen Arbeiten?
  4. Kenne ich den Unterschied zwischen den wirklich wichtigen Vorschriften zum wissenschaftlichen Arbeiten und denen, bei denen die Studierenden nicht gleich durchfallen, wenn sie dagegen verstoßen?
  5. Kann ich die Vorgaben, die ich aus meinem eigenen Studium kenne, mit der nötigen Distanz betrachten und sie nicht als gegeben hinnehmen?

Was ich genau mit diesen Fragen meine, erläutere ich Schritt für Schritt:

 Zu Frage 1: Nach welchem Prozessmodell will ich die Schritte des Wissenschaftlichen Arbeitens besprechen?“

Glauben Sie, dass das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ein linearer oder ein rekursiver Prozess ist? Sprich: Denken Sie, dass alle Schritte der Reihe nach abgearbeitet werden (Themenfindung, Formulieren der Fragestellung, Literaturrecherche, Grobgliederung, Rohtext, Überarbeitung). Oder sehen Sie das nicht so streng und halten Schleifen im Prozess für normal? Ein paar Beispiele: Während des Schreibens zeigt sich, dass noch einmal Literatur recherchiert werden muss. Oder: Während der Überarbeitung denkt der Verfasser, dass die Fragestellung angepasst werden sollte.

Ein klein wenig habe ich hier schon über diese unterschiedlichen Herangehensweisen geschrieben.

Je nachdem, wie Ihre Antwort auf diese Frage ausfällt, hat das nicht nur Auswirkungen auf Ihre Grundhaltung, sondern auch auf die Übungen, die Sie mit Ihren Studierenden durchführen. Das bringt uns zur nächsten Frage.

Zu Frage 2: Welche Übungen will ich im Laufe des Semesters einsetzen?“

Das halte ich zwar für die unwichtigste der fünf Fragen. Denn wenn Sie im September noch nicht wissen, welche Übungen Sie im Januar nutzen wollen, bedeutet das nicht den Weltuntergang. Allerdings kann es hilfreich sein, den Studierenden bereits in der ersten Stunde Ihre Vorstellungen zu schildern. Dazu gehören Aussagen zum geplanten Format (Frontalunterricht, Gruppenarbeiten usw.). Ihre Zuhörer können sich darauf einstellen, und Sie vermitteln den Eindruck, bereits alles durchdacht zu haben.

Prinzipiell sind die verschiedenartigsten Übungen denkbar. Zu jedem Schritt im wissenschaftlichen Arbeitsprozess lässt sich eine Aktivität einstreuen. Hier in der Kategorie „Materialien“ trage ich im Lauf der Zeit meine Favoriten zusammen.

Zu Frage 3: „Kenne ich den aktuellen, für die Studierenden verbindlichen Leitfaden zum Wissenschaftlichen Arbeiten?“

Hochschulen bzw. einzelne Fakultäten, Fachbereiche, Studiengänge, Institute oder Lehrstühle stellen auf der Basis eines Grundkonsenses ihre eigenen Regeln auf und fassen diese meist in einer Handreichung zusammen. Informieren Sie sich rechtzeitig, was dort, wo Sie lehren, verbindlich gilt. Es sei denn natürlich, Sie sind als Lehrstuhlinhaber in der glücklichen Lage, selbst die Regeln definieren zu können.

Sollte es keinen Leitfaden geben, ist das nicht unbedingt von Vorteil. Dann füllen Spekulationen, Vermutungen und wilde Gerüchte das entstandene Vakuum. In diesem Fall verfasst wahrscheinlich jeder Studierende seine Arbeit so, wie er es für richtig hält, und Sie haben einen schweren Stand.

Zu Frage 4: Kann ich die Vorgaben, die ich aus meinem eigenen Studium kenne, mit der nötigen Distanz betrachten und sie nicht als gegeben hinnehmen?

Im Kern geht es hier darum, welche Vorschriften „überall“ verbindlich sind (Ausnahmen gibt es bekanntlich immer) und bei welchen es sich um reine Geschmackssache handelt.

Ein mir bekanntes Beispiel für eine Entscheidung nach Geschmack ist etwa die Reihenfolge von Literaturverzeichnis und Anhang. Das wird sehr oft so gemacht, dass der Anhang auf das Literaturverzeichnis folgt – manchmal aber eben auch genau umgekehrt. Zweites Beispiel: Finden Sie, dass unter selbst erstellten Abbildungen als Quellenangabe „Eigene Darstellung“ stehen muss oder nicht? Und, drittes und letztes Beispiel, was halten Sie von Text zwischen einer Kapitelüberschrift und der Überschrift dessen ersten Unterkapitels? Darf Ihrer Meinung nach also beispielsweise Text zwischen den Überschriften von Kapitel 2 und Kapitel 2.1 stehen, darf das unter keinen Umständen passieren oder muss dort im Gegenteil sogar auf jeden Fall etwas geschrieben werden?

Zu Frage 5: „Kenne ich den Unterschied zwischen den wirklich wichtigen Vorschriften zum wissenschaftlichen Arbeiten und denen, bei denen die Studierenden nicht gleich durchfallen, wenn sie dagegen verstoßen?“

Unbestritten ist wohl, dass in einer wissenschaftlichen Arbeit die verwendeten Quellen angegeben werden müssen. Wer gegen diese Regel verstößt, wird nicht bestehen. wenn das Plagiat aufgedeckt wird. Wenn ein Studierender aber anstelle eines Seitenrandes von 2,5 cm einen von 3cm nutzt, wird das allein sicher nicht zum Durchfallen führen.

So weit, so gut. Kniffliger wird es ja, wenn es zum Beispiel um die Zahl der zu zitierenden Quellen geht oder um deren Qualität. Verlangen Sie eine bestimmte Menge an zugrundeliegender Literatur und soll diese eine bestimmte Verteilung von gedruckten Quellen zu Internetquellen oder von Büchern zu Fachartikeln aufweisen? Können Sie eine konkrete Zahl an gewünschten Quellenangaben pro geschriebener Textseite nennen? Was würden Sie auf die Frage antworten, ob Form oder Inhalt höher bewertet werden?

Überlegen Sie gut, was Sie den Studierenden vermitteln wollen und richten Sie Ihre Lehrveranstaltung konsequent danach aus.

Meine fünf Fragen sind beim Verfassen dieses Artikels rückblickend entstanden. Ich würde mich freuen, wenn Einsteiger berichten würden, ob ihnen diese 5-Punkte-Liste geholfen hat. An die „alten Hasen“ lautet die Frage: Was würden Sie verändern oder ergänzen?

Wie ich selbst wissenschaftlich arbeite – und was ich daraus für die Lehre lerne

Bekommen Sie aus den anderen Posts eigentlich den Eindruck, ich selbst wäre ein Paradebeispiel für effizientes wissenschaftliches Arbeiten? Sieht es so aus, als hätte ich vom ersten Semester an alles richtig gemacht? Dann muss ich hier wohl mal ein bisschen was klarstellen.

Meine eigene erste wissenschaftliche Arbeit

Ziemlich unbedarft bin ich in meinem Anglistikstudium in das erste literaturwissenschaftliche Proseminar gestolpert. Ich hielt es, ohne groß darüber nachzudenken, für die Verlängerung des Englisch-Leistungskurses. Diese Einschätzung sollte sich bis zum Ende des ersten Semesters nicht ändern, danach plante ich erst einmal ausgiebig für den Sommer eine zweimonatige Reise durch Kanada, und irgendwann musste eben die noch ausstehende Hausarbeit zügig verfasst werden. Das neue Semester stand ja bereits vor der Tür.

Was lag also näher, als mit der Arbeitseinstellung „Ein Aufsatz – ok, das kann ich ja“ ans Schreiben zu gehen? Für meine Literaturinterpretationen hatte ich in der Schule überwiegend positive Rückmeldungen erhalten. So falsch konnte das also nicht sein, was ich da gemacht hatte – dachte ich. Dementsprechend plante ich also, das bisherige Erfolgskonzept auf das neue Umfeld zu übertragen und einen besseren Aufsatz zu verfassen – bestehend einzig und allein aus meinen eigenen Gedanken. Weil es sich um Uni handelte und nicht mehr um Schule, gedachte ich immerhin, etwas mehr Zeit zu investieren. Mehr Mühe machte ich mir allerdings nicht. Ich recherchierte kaum Literatur und war mir sogar nicht zu schade, aus dem Anhang des Primärwerks zu zitieren. Die Rückmeldung auf diese Hausarbeit kann sich jeder ausmalen. Es gab eine freundliche Drei mit nicht ganz so freundlich klingenden Erläuterungen dazu. Heute wäre der Zugriff auf die Arbeit mit größeren Umständen verbunden (kennt jemand noch Disketten?), und ehrlich gesagt bin ich sehr froh über diesen Umstand.

Hätte ich etwas anders gemacht, wenn eine Veranstaltung zum Wissenschaftlichen Arbeiten angeboten worden wäre? Ich denke schon. Mir wäre der Stellenwert von Literaturrecherche klarer geworden. Damit steht und fällt es ja. Es geht darum, seine eigene Analyse in das bereits vorhandene Wissen zu integrieren. (Bei einer Erstsemesterarbeit wäre es wahrscheinlich auch ausreichend gewesen, nur das fremde Wissen zusammenzustellen und gut zu belegen, aber das ist ein anderes Thema.)

So beschränkte sich die Information auf ein paar wenige Sätze in der Lehrveranstaltung und ein dürftiges Heftchen der Fachschaft, das keinerlei „offiziellen“ Status hatte. Es schien, als ginge es hauptsächlich um das Einhalten formaler Anforderungen. Hauptsache, der Seitenrand und die Schriftgröße stimmen.

Mir war auch schlicht und ergreifend nicht klar, dass ich auf dem Gebiet des Wissenschaftlichen Arbeitens eine große Wissenslücke (oder besser: Kompetenzlücke) hatte. Sonst wäre ich vielleicht doch einmal losgezogen und hätte mich da eingelesen.

Fünf Jahre KVP

Der Rest meiner fünf Studienjahre ist schnell abgehandelt (so lange studierte man „vor Bologna“). In einer Art kontinuierlichem – oder manchmal auch nicht so kontinuierlichem – Verbesserungsprozess habe ich mir die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens angeeignet. Es waren schließlich einige Hausarbeiten und eine Magisterarbeit zu schreiben. „Learning by doing“ war das Motto, denn andere Möglichkeiten gab es ja nicht.

Begonnen habe ich damals damit, mehr Quellen zu suchen. Die fehlende Literaturbasis war eine einfach auszumerzende Schwäche der ersten Hausarbeit. Das Lernen des richtigen Zitierens ging mit der Recherche und der Verarbeitung der Quellen einher.

Schwieriger fand ich es da schon, eine interessante wissenschaftliche Fragestellung zu erarbeiten. Das ist mir einmal in Psychologie sehr gut gelungen, indem ich zwei eigentlich unverknüpfte Gegenstände gemeinsam betrachtet habe. Leider hat mich der Mut zu einer solchen Vorgehensweise danach wieder verlassen (warum auch immer).

Ansonsten erinnere ich mich nur noch an ein stark verbesserungswürdiges Zeitmanagement. Das hatte ich mir wohl für die Promotionszeit aufgespart.

Fast forward: Dissertation in BWL

Einige Jahre später. Die grundlegenden Methoden und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens hatte ich also im Laufe des Studiums gelernt, zusätzlich den Umgang mit dreierlei Anforderungen (ein Hauptfach und zwei Nebenfächer). Daher war das bei der Dissertation (viertes Fach) kein Thema mehr, und es ging eher um das Entwickeln des eigenen Arbeitsstils.

In der Promotionszeit hatte ich beispielsweise Gelegenheit, den für mich geeigneten Rhythmus zu finden. Also: Wie hole ich am meisten aus einem Tag? Wann erledige ich welche Art von Aufgabe am besten? Wie viele Tage im stillen Kämmerlein brauche ich im Verhältnis zu Tagen mit Anregung von außen? All das hat sich erst im Lauf der Zeit herauskristallisiert.

Diesen Findungsprozess sollten wir den Studierenden auch zugestehen. Damit meine ich nicht, dass die Studierenden in ihren drei Jahren bis zum Bachelor genau den Weg meistern sollen, für den Doktoranden nach dem Studium noch einmal drei oder mehr Jahre benötigen. Ich denke jedoch, dass man das etwas herunterbrechen kann. Die meisten Studierenden berichten mir am Ende des Studiums auch davon, dass sie ihren Weg gefunden haben (ok, das ist ein wenig verzerrt, denn viele von denen, die ihren Weg nicht gefunden haben, haben das Studium nicht abgeschlossen…).

Meine Haupterkenntnis der Promotionszeit war, im Nachhinein betrachtet, dass unüberschaubare Projekte bestenfalls dynamisch geplant werden können. Eine Dissertation ist per se zu Beginn unüberschaubar, sonst wäre es meiner Meinung nach keine. Wenn alles offen vor einem läge (was ist genau die Forschungsfrage, welche Literatur wird mir wirklich nützen, welche Methoden soll ich verwenden, wozu genau sollen die neu gewonnenen Erkenntnisse dienen), wäre es eine x-beliebige wissenschaftliche Arbeit und keine Dissertation. Eine solche entwickelt sich, und sie ergibt sich gewissermaßen aus den Entscheidungen, die man im Lauf der Zeit trifft. Das Vorhaben, den Bearbeitungszeitraum vorab detailliert durchplanen zu wollen, muss also scheitern. Und wenn es ganz simpel daran liegt, dass ein bestimmter Knoten im Kopf nicht vorherzusehen ist, wochen- und monatelang einfach nicht platzen will und so das [beliebigen Fluch einsetzen] vierte Kapitel der Doktorarbeit nicht so früh fertig wird wie geplant.

Als Lehrende sollten wir eines nicht vergessen: Für die Studierenden ist im Regelfall die erste Hausarbeit genauso unüberschaubar wie für einen Doktoranden die Doktorarbeit. Das Gleiche gilt für die Bachelorarbeit. Sie mag den meisten Studierenden wie ein Berg von einer Aufgabe vorkommen. Ausgang ungewiss. Darauf sollten wir mehr Rücksicht nehmen, wenn uns selbst, die wir einen jahrelange Vorsprung in dem Fachgebiet haben, die Fragestellung klar, die Methodenwahl offensichtlich und die Lösung fast schon trivial vorkommen.

Heute: Alles auf einmal schreiben

Durch die Lehre im Fach Wissenschaftliches Arbeiten habe ich mich eine Zeit lang mit den verschiedenen Schreibtypen beschäftigt. Jeder geht ja etwas anders an seine Schreibprojekte heran. Bei Ulrike Scheuermann (Die Schreibfitness-Mappe) habe ich von vier Typen gelesen: Planer und Drauflosschreiber sowie Versionen- und Patchworkschreiber. Was das jeweils bedeutet, verraten die Namen ja schon fast. Der Planer plant vor dem Losschreiben, der Drauflosschreiber eben nicht. Der Versionenschreiber fertigt etliche Varianten seines Textes an, bis er ihm perfekt erscheint, und der Patchworkschreiber fügt seine Texte zusammen, indem er an vielen Ecken und Enden parallel arbeitet.

Bei mir stelle ich immer mehr fest, dass ich beim Schreiben am erfolgreichsten bin, wenn ich nicht geradlinig vorgehe. Ich würde mich demnach als „planende Patchworkschreiberin“ bezeichnen. Ich plane zwar meine Schreibprojekte, lese im Vorfeld viel (dazu weiter unten gleich mehr) und erstelle auch eine Grobgliederung, bevor ich so richtig mit der Textproduktion loslege. Dann aber schreibe ich an vielen Stellen gleichzeitig: Kapitel 2 und 4 eines Fachartikels, und/oder den nächsten, übernächsten und überübernächsten Blogartikel. Es muss nicht erst eines abgeschlossen sein, bevor das andere beginnt. Gern verteile ich meine Schreibzeit auch über mehrere Publikationen.

Für die Lehre hat mir diese Erkenntnis einen entscheidenden Punkt gebracht. Ich fordere bei der Betreuung von größeren schriftlichen Arbeiten nicht mehr vehement von allen Studierenden eine Vorab-Gliederung ein. Manchmal treffe ich auf Drauflosschreiber, die den Eindruck erwecken, sehr genau zu wissen, was sie da tun. Dann lasse ich es gut sein. Auch für Studierende, die mir nicht exakt sagen können, wie weit sie eigentlich mit ihrer Rohversion sind, habe ich seither mehr Verständnis. In vielen Fällen haben etwa Versionenschreiber schon etwas produziert, sind damit aber nicht zufrieden (und zählen es daher nicht als „echten Text“) oder es sind Patchworkschreiber wie ich.

Sprechen wir noch kurz über das Lesen. Ein Punkt, der mir auch heute noch immer wieder Probleme bereitet, ist das Abdriften bei der Literaturrecherche. Grundsätzlich finde ich viele Themen interessant und bin oft gedanklich schon bei der übernächsten Idee, bevor das ursprüngliche Projekt abgeschlossen ist. Meine derzeitige Strategie besteht darin, die Ideen und dazugehörigen Fundstellen in der Literatur an einem gemeinsamen Ort, meist einer Datei, zu notieren, um alles griffbereit zu haben, wenn der richtige Zeitpunkt dann irgendwann gekommen ist. (Wenn jemand dafür eine bessere Methode hat, immer her damit.) Für die Lehre zeigt mir dieses andauernde Problem, wie sehr man von der Fülle der Literatur „erschlagen“ werden kann. Gerade als Erstsemester fehlt einem ja auch meist noch die Fähigkeit des Einordnen-Könnens, welche Fundstellen vermutlich brauchbar sein werden und welche nicht.

Fazit: Alles gar nicht so einfach

Überlegen Sie doch einmal: Wie lange haben Sie selbst benötigt, um einigermaßen im Wissenschaftsbetrieb anzukommen und sich zurechtzufinden? Ganz zu schweigen von der Optimierung der eigenen Arbeitsweise, die oft Monate und Jahre beansprucht. Ich finde, der Blick zurück lässt einen bescheidener werden. Was hat Ihnen geholfen?

 

 

Wie Sie schnell und einfach die erste Stunde „Wissenschaftliches Arbeiten“ vorbereiten – auch wenn Sie noch nicht bereit sind

Nehmen wir an, Sie treten gerade Ihren neuen Job an einer Hochschule an. Zufälligerweise ist die Lehrveranstaltung „Wissenschaftliches Arbeiten“ im kommenden Semester noch nicht vergeben. Und Sie als neuer Kollege könnten doch… Oder etwa nicht? Kann ja eigentlich jeder. Es handelt sich um die absoluten Grundlagen, und wissenschaftlich gearbeitet haben Sie ja schließlich. Also los!

Nehmen wir weiterhin an, bei der ersten Einheit handelt es sich um eine Doppelstunde. Neunzig Minuten sind also zu füllen. Das Beste: Sie müssen zu dem Zeitpunkt dieser ersten Einheit noch gar nicht wissen, wie Sie den Rest des Semesters bestreiten. Hier ist der Plan:

  • 15 Minuten für Begrüßung und Organisatorisches sowie, wenn gewünscht, eine Vorstellungsrunde
  • 15 Minuten für einen Überblicksvortrag über die Ziele des wissenschaftlichen Prozesses
  • 30 Minuten für eine Übungsaufgabe
  • 30 Minuten für die Besprechung der Ergebnisse

Zum ersten Punkt, der Begrüßung, muss ich vermutlich nichts schreiben. Wie Sie das gestalten, ist eine persönliche Angelegenheit, und wahrscheinlich verfügen Sie bereits über erprobte Methoden. Die drei folgende Punkte möchte ich gern erläutern, damit Sie genau wissen, wie Sie vorgehen.

Der Überblicksvortrag

In diesem Teil präsentieren Sie einen groben Überblick über die Ziele der Wissenschaft. Das schafft eine gemeinsame Basis für die später zu erarbeitenden Inhalte. Gehen Sie nicht zu sehr ins Detail, machen Sie es nicht zu kompliziert, schließlich sprechen Sie vor Anfängern. Die wollen Sie ja nicht gleich zu Beginn verschrecken. Ich orientiere mich an einem Modell mit fünf aufeinander aufbauenden Stufen:

  • definieren
  • beschreiben
  • erklären
  • prognostizieren
  • Handlungsempfehlungen ableiten

Als Beispiele für die Umsetzung der einzelnen Ziele können Sie entweder Ihre eigene(n) Arbeit(en) heranziehen oder aber ein möglichst eingängiges fiktives Beispiel wählen (zum Beispiel „Wie würden Sie vorgehen, wenn Sie die Mitarbeiterzufriedenheit in einem Unternehmen erfassen wollten?“). Wenn Sie möchten, bringen Sie in Ihrem Einstiegsvortrag – ganz klassisch – auch eine Definition des Begriffs „Wissenschaft“ ein. Damit nehmen Sie noch nicht zu viel vorweg.

Die Übungsaufgabe

Für die Übungsaufgabe teilen Sie den Kurs in Kleingruppen ein. Bewährt haben sich Vierergruppen. Bei größeren Gruppen ist es für einzelne Studierende zu leicht, sich vornehm zurückzuhalten und den Rest arbeiten zu lassen. Kleinere Gruppen funktionieren ebenfalls gut, zur Not ginge auch eine paarweise Bearbeitung. Allerdings fällt es dann später bei der Besprechung schwer, alle Gruppen zu Wort kommen zu lassen.

Der erste Teil des Arbeitsauftrags lautet:

„Was ist der Unterschied zwischen wissenschaftlichem Wissen und Alltagswissen? Diskutieren Sie die Unterschiede bei Entstehung, Weitergabe und Verwendung.“

Damit das nicht all zu abstrakt wird, stelle ich einige Beispiele für Alltagswissen zur Verfügung, aus den die Studierenden sich eines auswählen können:

  • Schokolade macht glücklich.
  • Brillenträger sind intelligent.
  • Täglich ein Glas Rotwein zu trinken erhöht die Lebenswartung.
  • Das Auswendiglernen von Gedichten fördert das Gedächtnis.

Das Schokoladenbeispiel ist übrigens in jedem Semester das beliebteste! Es scheint irgendwie attraktiv zu sein.

Der zweite Teil des Arbeitsauftrags verlangt den Studierenden einiges ab: „Wie würde das gewählte Beispiel wissenschaftlicher?“

Die Besprechung der Ergebnisse

Zum Abschluss bietet es sich an, die Ergebnisse der Besprechung in einer Tabelle festzuhalten. Nach und nach wird diese mit Inhalten gefüllt. Wichtig ist dabei der Hinweis, dass es bei dieser Aufgabe kein Schwarz-Weiß-Denken geben kann, denn manche Antworten passen sowohl für das wissenschaftliche Wissen als auch für das Alltagswissen.

Beispiel: Die Weitergabe von Wissen geschieht im Alltag eher mündlich durch Gespräche innerhalb der Familie oder zwischen Freunden, durch Gerüchte oder durch Ratschläge. Man weiß etwas vom Hörensagen. Die Weitergabe von wissenschaftlichen Erkenntnissen hingegen passiert eher schriftlich in Büchern und Fachartikeln. Allerdings finden auch Konferenzen oder Vorlesungen statt, so dass die Antwort „mündliche Weitergabe“ nicht ganz falsch wäre.

Im zweiten Teil der Aufgabe geht es nur bedingt darum, wissenschaftlichere Formulierungen oder gar inhaltliche Begründungen zu finden. Das denken die Studierenden jedoch häufig und versuchen dann verzweifelt, mit Hilfe ihrer Biochemie-Kenntnisse die Aufgabe zu lösen. Dabei würde ich mich doch schon mit der Anwendung des Stufenmodells zufriedengeben. Es kann hilfreich sein, während der Bearbeitungsphase jeder Gruppe einen Besuch abzustatten. Dann merken Sie früh genug, wenn die Antworten in die falsche Richtung gehen, und können sachte korrigierend eingreifen.

Ihr Nutzen

Diese Aufgabe bietet Ihnen an vielen Stellen die Möglichkeit, sich auf den weiteren Verlauf der Lehrveranstaltung zu beziehen. Sie können bei den meisten Aspekten einwerfen, dass Sie darüber im Lauf des Semesters noch detailliert sprechen werden – selbst wenn Sie noch keine Ahnung haben, wann das sein wird und wie ausführlich Sie ein bestimmtes Thema tatsächlich abhandeln wollen. Denn eins ist gewiss: Die Ergebnisse dieser Übungsaufgabe sind so grundlegend, dass Sie sicher darauf zurückkommen.

Wenn Sie noch genügend Zeit haben, beschließen Sie Ihre erste Einheit mit einigen Kriterien für Wissenschaftlichkeit:

  • Objektivität
  • Transparenz
  • Zuverlässigkeit
  • Genauigkeit.

Falls Sie das nicht mehr schaffen, macht es auch nichts. So haben Sie den perfekten Aufhänger für den Einstieg in die zweite Einheit. Anschauliche Beispiele müssen Sie sich auch nicht neu ausdenken, denn es wird sich jeder an das Schokoladenbeispiel erinnern.

Ein Hinweis zu guter Letzt

Rechtzeitig bevor Sie sich auf den Weg in die Lehrveranstaltung machen, sollten Sie sich schließlich noch diese fünf wichtigen Fragen stellen, über die ich Mitte September schreiben werde. Jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

 

Aller Anfang ist… sonnenklar?

Bevor ich das erste Mal „Wissenschaftliches Arbeiten“ unterrichten sollte, schien mir alles sonnenklar: Erst einmal ausführlich erklären, wie man Literatur sucht und auswählt. Danach zeigen, wie das Zitieren funktioniert, und abschließend noch besprechen, wie die richtigen Formulierungen eine wissenschaftliche Arbeit aufwerten können. So. Eigentlich alles recht übersichtlich.

Minimalprinzip trifft Maximalprinzip

Viele Studierende gestalteten das Wissenschaftliche Arbeiten für sich auf eine andere Art sehr übersichtlich. Ihre Fragen zielten darauf, den Aufwand zu minimieren. Für sie ging es darum, wie viele Bücher sie nutzen „müssen“ und wie viele Zitate sie pro Textseite verwenden „müssen“. Und überhaupt: Es stehe doch sowieso zu jedem Thema genug im Internet, wozu müsse man da heutzutage noch in eine Bibliothek? Diese Herangehensweise schockierte mich damals. Ich war einfach davon ausgegangen, dass die Studierenden sich (wie ich) (mittlerweile) gern in ein Thema vertiefen, gern viel darüber lesen und dann gern eigene Ideen entwickeln. Wie naiv!

Und nun?

Nach dieser Erkenntnis kam mir die Situation aussichtslos und ja, frustrierend, vor. Wie sollte ich unter solchen Voraussetzungen „Wissenschaftliches Arbeiten“ lehren? Mittlerweile ist mir aber sonnenklar, dass es für mich nur eine Lösung für dieses Problem gibt. Ich erzähle weiterhin in der Lehre aus meiner idealen Welt. Denn verbiegen will ich mich nicht. Und wer weiß, vielleicht ist ja doch der eine oder andere dabei, der ähnlich denkt wie ich. Gleichzeitig ist mir mittlerweile bewusst, dass es in der Welt vieler Studierender anders gelagerte Prioritäten oder auch Sachzwänge gibt. Da geht viel Zeit für den Nebenjob drauf, oder eine Klausur in einem anderen Fach ist wichtiger als die Hausarbeit. Diese Studierenden sind dankbar für jeden Tipp, der ihnen das Leben erleichtert. Also versuche ich, das auch zu berücksichtigen, indem ich erkläre, wo die Minimalanforderungen liegen. Luft nach oben ist schließlich immer.